Hier ein paar Informationen über Kamelwolle, die wir aus der Literatur, dem Internet und von Fachleuten zusammengetragen haben:

Dromedarwolle (einhöckriges Kamel)

Dromedare leben in warmen Regionen und haben daher keine Unterwolle. Das Haar ist eher grob und wird deshalb meist zu Teppichen, Schuhstoffen, Seilen und Filz verarbeitet.

Trampeltierwolle (zweihöckriges Kamel)

Trampeltiere stammen aus kälteren Regionen (Temperaturschwankungen zwischen -30°C und +40°C). Daher besteht die Wolle aus langem, grobem Deckhaar (Grannenhaar) und feinem Unterhaar, welches gegen Kälte und Hitze schützt. Das Grannenhaar wird vor der Verarbeitung i.d.R. aussortiert, während das feine Unterhaar zum Spinnen, Filzen und zur Füllung von Decken verwendet wird.

Eigenschaften:

  • Naturfarben variieren von Creme über Rotbraun bis Schwarzbraun.
  • Die Wolle ist zum Färben kaum geeignet.
  • Die Wolle hat ein erheblich größeres Wärmerückhalte- und Abgabevermögen als z.B. Schurwolle und kann zwischen 20% und 45% des Eigengewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen (besonders interessant für Füllungen von Bettdecken) und schafft somit ein warmes, trockenes und damit stark antirheumatisches Klima.
  • Die Haaroberfläche ist geschuppt, das Haar ist sehr leicht und dennoch sehr strapazierfähig.
  • Der Querschnitt ist rund bis oval und teilweise innen hohl. Die Haarstärke beträgt zwischen 15 und 25 Mikron, der Querschnitt variiert von 14 bis 50 Mikrometer und die Haarlänge von 30 - 100 mm.
  • Die Wolle ist besonders verträglich für Allergiker.
  • Bei der Verarbeitung wird Kamelwolle gerne mit Schafwolle gemischt, da dies den Preis reduziert. Trotzdem bleiben dem Endprodukt alle positiven Eigenschaften der Kamelwolle erhalten.